Tipps zum Umgang mit trockener Haut:

 

Trockene Haut zeigt sich durch einen trockenen, leicht schuppenden, zur Entzündung neigenden Hautzustand. Ursache ist ein Mangel an Lipiden und Feuchtigkeit, besonders mit  zunehmendem Alter. Diese leicht reizbare Haut entwickelt in der Folge entzündliche Rötungen und Juckreiz. Solche Haut braucht besonders milde Pflegemittel zur Reinigung, Feuchthaltung und Rückfettung. Trockene Haut braucht regelmäßige Pflege – ohne Pflege kann sich die Haut nicht ausreichend erholen und verliert so ihre wichtige Barrierefunktion gegen Schmutz, Bakterien, Viren und Umwelteinflüsse.

  1. Entzündung: Bei starken Entzündungsschüben hilft der Arzt durch verschreibungspflichtige Salben, Rezepturen und speziellen Arzneimitteln. Akut helfen kann die Apotheke mit nicht-verschreibungspflichtigen Hydrocortisonsalben, mit Cremes und mit Antiallergika zum Einnehmen (z.B. Cetirizin oder Loratadin) bei Juckreiz.
    Das trockene Hautbild wird mit pflegenden wasserhaltigen Cremes oder Salben mit höherem Lipidgehalt gepflegt. Die richtige Mischung zwischen Feuchthaltung und Fettung machts. Möglichst duftstofffrei, möglichst parabenfrei, wenig Emulgatoren und die richtige auf das Hautbild abgestimmte Pflege bringt die Haut wieder ins Gleichgewicht.
  2. Reinigung: Zu Trockenheit neigende Haut braucht milde möglichst parfümfreie Duschmittel und Shampoos, welche sparsam angewendet werden sollen. Tenside entfetten die Haut. Parfümstoffe reizen oft. Auch die Anwendung von reinen Ölen zur Hautreinigung und Pflege entfettet die Haut, deshalb besser Emulsionen und Lotionen mit Feuchthaltemitteln verwenden.
    Auch etherische Duftöle reizen die empfindliche Haut. Das Wort “sensitiv“ oder „hypoallergen“ bedeutet nicht automatisch, dass das Produkt auch geeignet ist. Fragen Sie einen Apotheker/-in mit Hautkompetenz. Nutzen Sie die heilende Wirkung Meerwasser, Totes-Meer-Salz, Bewegung an der frischen Luft und Sonne. Wir haben einen Rasierschaum oder Rasierseife ohne Duftstoffe. Wir geben unsere Erfahrungen gerne weiter.
  3. Neurodermitis: Diese Form der gereizten Haut begleitet oft Kinder und Jugendliche mit eher feinem, sensiblem  Hautbild. Im Prinzip gelten für die Neurodermitis die gleichen Erfahrungen, wir für die trockene Haut. Vor allem leiden die Kinder an oft quälendem Juckreiz. Antiallergische Tropfen helfen.

Als Eltern sollte man sehr auf die geeigneten Pflegeprodukte achten, Waschmittel (Duftstoffe) gut ausspülen, und möglichst atmungsaktive hautverträgliche  Kleidung auf Baumwollbasis. Keine Angst vor Cortisonsalben. Eine kurzfristige Anwendung nach Vorschrift nimmt so schnell die Entzündung und beruhigt die Haut. Parfüms, Farbstoffe und viel (Schaum-)Tenside in oft bunten Kinder-Packungen sind zu vermeiden, diese Mittel entfetten die Haut oft zu stark. Die Haut gut lauwarm abduschen und leichte Pflegecremes zum Rückfetten. Achten Sie auch auf eine gesunde Darmflora durch Probiotika, vor allem nach Antibiotika-Behandlungen. Gerade in den ersten Lebensjahren ist der Aufbau einer gesunden Darmflora wichtig für das Immunsystem und lebenswichtigen Vitaminen.

Aus meiner Erfahrung empfehle ich daher, keine reinen Hautöle wie z.B. Mandelöl, Jojobaöl, Sesamöl. Diese Produkte entfetten eher die Haut. Auch etherische Duft-Öle reizen die empfindliche Haut. Das Wort „sensitiv“ oder „hypoallergen“ bedeutet nicht automatisch, dass das Produkt für Ihre Haut auch geeignet ist. Fragen sie einen erfahrenen Apotheker/in oder Arzt/Ärztin mit Hautkompetenz. Nutzen Sie die heilende Wirkung von Meerwasser, Totes-Meer-Salz, frische Luft und Sonne. Im Prinzip gelten gleichen Erfahrungen und Empfehlungen auch für die Neurodermitis. Man sollte sehr auf die Pflegeprodukte, Waschmittel (Duftstoffe!) und möglichst auch auf Kleidung aus atmungsaktiver Baumwolle achten. Keine Angst vor Cortisonsalben. Eben nur so wenig Cortison wie nötig verwenden. Das dient der Entzündungshemmung. Vorsicht, viele Pflegemittel enthalten Parfüm oder Duftstoffe.